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Definitives Tutorial zur Lebensplanung „Weltreise“

Kennst Du das Gefühl: Dein Kopf ist bereits unterwegs, nur der Körper ist noch hier? Viele Menschen, die vom Weltreisen träumen, trauen sich nicht, sind zu feige oder haben zu große Angst. Das ist verständlich, denn in Deutschland lebt man wie eine Stubenkatze. Der Kopf und seine freiheitlichen Gedanken sind eingessperrt wie eine Katze im Käfig. Und so eine Stubenkatze würde auch nicht auf den Gedanken kommen, von heute auf morgen auszubrechen. Wie leicht das Abenteuer Weltreise allerdings machbar ist, erfährst Du in diesem Weltreise-Tutorial:

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Inhaltsverzeichnis

Vom Weltreise-Traum zum ersten Konzept

„Heike will für eine Weltreise Ihr bisheriges Leben aufgeben. Micha und Anton sind auch bald unterwegs. Monika will in zwei Wochen los und nimmt den besten Freund gleich mit. Nur ich sitze noch zu Hause rum und träume vom Weltreisen. Es scheint, als ob ich der Einzige bin, der noch hier bleibt.“

Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene erfüllen sich Ihren Weltreise-Traum. Denn mittlerweile kann sich so ein Abenteuer fast jeder leisten. Der eine schaufelt sich die halbe Million zusammen, der andere kommt mit einer halben Hartz-IV-Monatsrate aus. Manch Mutiger/Verrückter umrundet ganz ohne jeden Cent zu Fuß die Erde. Bücher, die zeigen, wie man fast kostenlos um die Welt reist, erobern den Handel und mit Internetangeboten a la Couch-Surfing steht die ganze Welt so gut wie jedem offen, der mit der Idee einer Langzeitreise schwanger geht. Den Weltreise-Traum, den Traum vom großen Abenteuer, realisieren sich mehr und mehr Menschen. Egal, ob als Luxustour oder als Rucksackreise.

Ich bin einer der schon viele Weltreisen hinter sich hat. Eher als Backpacker, als auf einem Kreuzfahrtschiff wohlbemerkt. Doch wenn ich mich an meine erste Tour zurückerinnere, dann muss ich schmunzeln: Es war eine Blitzidee beim Abendbrot. Ich hatte mich damit fast selbst überrascht. Das Marmeladen-Käsebrötchen blieb mir beinahe im Halse stecken. Doch als ich mit meinem Weltreise-Traum an diesem Sommerabend auf der Terrasse sitze und in fernen Ländern schwelge, da formt sich der Gedanke zu einer Vision: Ich mache eine Weltreise, ja! Ohne mit der Wimper zu zucken, schlage ich den größten Atlas auf, den ich in meiner Sammlung finden kann und beginne zu blättern.


Lebenskonzept “Weltreise”

Lebenskonzept Weltreise

Soll ich den Flug gleich zu Beginn buchen, welche Impfungen benötige ich und was passiert nach so einer Weltreise? Fragen über Fragen bombardieren jeden zukünftigen Weltreisenden.

Erster Tipp an dieser Stelle: Ruhe bewahren! So eine Planung ist keine Lebensaufgabe. Sie soll Dich nur auf das Leben da draußen vorbereiten. Alle dicken Bücher, die Dir das Weltreisen erklären wollen, sind bereits von der Ausrichtung her kontraproduktiv. Ein Abenteuer Weltreise erlebst Du nämlich nur dann, wenn Du vor abenteuerlichen Herausforderungen stehst. Wer alle Eventualitäten im Vorfeld seiner Tour abzuklären weiß, der ist zum einen ein Genie, zum anderen ein Vollidiot. Denn Du nimmst Dir damit jegliche Spannung auf Bevorstehendes.

Fest steht: Mit einer Weltreise stellst Du Dein gesamtes Lebenskonzept auf den Kopf. Deine hart erarbeitete Unabhängigkeit setzt man aufs Spiel, wenn man die Wohnung ausräumt, sich vom Handy lösen muss und seinen Job kündigt. Frage Dich: Würdest auch Du für eine Weltreise Dein gewohntes Leben aufgeben? Als ich das erste Mal auf große Weltumrundung ging, war ich Sprecher und Moderator für verschiedene Radiostationen und Hörbuchfirmen.

Persönliche Erinnerungen: Ich sitze im Tonstudio. Der Aufnahmeleiter wirft mir einen müden Blick entgegen. Ich fange ihn auf und gähne zurück. Heute soll ich ein paar Texte für eine Suppen-Firma vorlesen. Die Schallschutzwände strahlen weiß aufs milchige Papier. Ein einsamer Stuhl steht vor einem leeren Schreibtisch im Raum. Das Mikrofon baumelt in der Mitte. Alles wirkt steril. Wie in einem Krankenhaus. Die Sprachaufnahmen will ich bis spätestens 15 Uhr per E-Mail an den Auftraggeber geschickt haben. Knapp eine Stunde bleibt mir bis dahin. Pünktlichkeit, Disziplin und Korrektness – das sind meine Tugenden. Das wissen die Auftraggeber auch. Womit keiner von ihnen rechnet: Sie werden bald auf mich verzichten müssen. Ich mache eine Weltreise. Komme, was wolle. Ich liebe meinen Job und auch dieses sterile Studio. Aber ich will mehr sehen. Ich will die Welt hinter diesen weißen Wänden erleben.

Klassische Schritte zur Weltreise

Ich saß auf dem Sofa und träumte: von Mittelamerika, Vulkanen, Südamerika, den Anden. Bis ich bei Neuseeland landete. Neuseeland? Wer wohnt da eigentlich? Keine Ahnung! Jede Menge Halbwissen breitet sich vor meinen Augen aus.

Der klassische erste Schritt zur Weltreise ist, sich ein Bild von der Erde zu machen. Schnell und einfach geht das über das Fernsehen: Da kommt die Welt direkt zu mir nach Hause. Gestochen scharf in HD und bereits gut selektiert. Ich sehe nur das, was ich sehen soll.

Die Rocky Mountains werden als Paradies gezeigt und Thailand als unentdecktes Hinterland. Aus meinen Reiseerfahrungen aus mehr als einem Jahrzehnt lässt sich allerdings ein neues, realistischeres Bild zeichnen. Sagen wir es mit den Worten des Regisseurs Lars von Trier, der meint: „Ich finde es besser, nicht zu reisen, dann bleibt die Welt ein wunderbarer Ort.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer der Erkenntnis, dass TV-Bilder allzu oft Halbwahrheiten verbreiten. Was Kanada, Thailand und die ganze Welt tatsächlich verkörpern, müssen wir selbst entdecken!

Ich will mit eigenen Augen sehen, was da draußen wirklich abgeht. Aber auch, was es neben den Rockies in Kanada noch zu sehen gibt. Auf den gängigen Touristenpfaden will ich nicht wandeln. Ich will verborgene Mayatempel sehen, Ureinwohner fotografieren und aktive Vulkane besteigen. Ich will durch dichten Dschungel wandern. Ich will, ich will, ich will! Und ich darf, diese Legitimation gebe ich mir selbst.


Job kündigen: Aber das geht doch nicht…oder?

Radiomacher Falk Werner

Klar, Du Pfeife! Schmeiße den Job weg, findest schon nen neuen. Und was soll ich denn da sagen: Der Radiojob war von Kindheit an mein Traum. Schon als Sechsjähriger saß ich vor dem Kassettenrekorder und hörte unsere Jugendwelle DT64. Und dann hatte ich den Traumjob im wahren Leben. Scheiß drauf: Die Jobs liegen zwar nicht auf der Straße, aber man findet schon wieder was, wenn man zurück kommt. Wenn man überhaupt zurückkommt …

Infiziert von den Radiowellen arbeitete ich viele Jahre bei verschiedenen Radiostationen und landete am Ende als Hörbuchsprecher vor dem Mikrofon. Ein lukrativer Job. Vielleicht auch deshalb schüttelte ein Kollege über meine Weltreise-Idee nur den Kopf: “Du willst den Job kündigen?” Ja, ich wollte, doch es kamen Zweifel auf:

Eine Weltreise erzeugt einen schwarzen Fleck im Lebenslauf. Den Job kündigen und reisen bedeutet: Ein Jahr nichts getan; zumindest denken das viele Firmen. Den Job fürs Reisen aufgeben, davor haben die meisten, die eine Weltreise planen, Angst. Berechtigt: Denn in einer Welt, in der man nur noch wie eine Maschine funktioniert, sind chronologische Abläufe, Berechenbarkeit und Disziplin das A und O. Doch in dieser Welt will ich nicht leben. Kreativität, Philosophie, Idealismus – das sind meine Antriebe.

Ich mache mir Mut: Eine Weltreise ist kein schwarzer Fleck, sondern ein Farbtupfer im Lebenslauf. Einmal um den Globus getourt, kommt man als frischgebackener Lebensgeist wieder zurück nach Hause. Ein Arbeitgeber, der den Mut zu einer Weltreise nicht wertschätzt, der wird Dir früher oder später eh im Wege stehen.

Übrigens: Der Kollege, der mich damals noch davor warnte, eine Weltreise anzutreten, ist heute in Südamerika unterwegs. Ich empfange ab und zu noch Nachrichten von ihm. Er genießt sein neues Leben. Es ist schon erstaunlich, wie sich manche Menschen ändern können. Und wann bist Du bereit?

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